Ho-Chi-Minh-Stadt

Saigon ist Vietnams boomende Metropole

Bis April 1975 war Ho-Chi-Minh-Stadt unter dem Namen Saigon die Hauptstadt der Republik Südvietnam. Bis heute wird dieser Name parallel verwendet. Anders als Hanoi ist Ho-Chi-Minh-Stadt eine aufstrebende Glitzermetropole, die viele Menschen anlockt. Junge Vietnamesen arbeiten an ihrer Karriere, und internationale Konzerne gründen Niederlassungen. Die Stadt auf dem rechten Ufer des Saigon-Flusses pulsiert, sodass es viel zu sehen und zu erleben gibt. Was das ist - lesen Sie mehr!

Ho-Chi-Minh-Stadt oder Saigon genannt ist besonders bei Nacht ein toller Anblick
Ho-Chi-Minh-Stadt

Ho-Chi-Minh-Stadt im Porträt

Ho-Chi-Minh-Stadt ist zwar nicht die Hauptstadt Vietnams, aber die größte Stadt des Landes. Als florierendes Handels- und Wirtschaftszentrum ist die Stadt voller Leben. Sie gewährt aber auch Einblicke in die vietnamesische Geschichte und Gegenwart. HCMC, wie Ho-Chi-Minh-City auch genannt wird, befindet sich im Südosten Vietnams und damit in der tropischen Klimazone mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von rund 27 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Die Hauptregenzeit ist zwischen Mai und Oktober, in der mit Überschwemmungen gerechnet werden muss, während der Februar der Monat mit dem geringsten Niederschlag ist.

 

Wer zum ersten Mal in Saigon ist, wird von der pulsierenden Energie zunächst überrumpelt. Immerhin gehört Ho-Chi-Minh-Stadt zu den belebtesten Städten in Südostasien. Die städtische Hektik ist auch bedingt durch das hohe Verkehrsaufkommen auf den Straßen, wobei das Hauptverkehrsmittel das Motorrad beziehungsweise Moped ist. Jahrhundertealte Pagoden und baufällige kleine Geschäfte wechseln sich mit stilvollen Cafés, modernen Wolkenkratzern und hektischen Märkten ab, was sich in der Summe zu einem eher surrealen Stadtbild zusammenfügt. Die Einwohnerzahl von rund sieben Millionen macht fast sieben Prozent der Gesamtbevölkerung Vietnams aus.

 

Ursprünglich war Saigon ein kleines Fischerdorf mit dem Namen Prey Nokor. Das heißt übersetzt "Dorf im Wald" und verdeutlicht, dass das Dorf von Sümpfen und unzugänglichen Wäldern umgebenwar. Gegründet wurde es von einem Khmer-Volk, das aus dem Gebiet des heutigen Kambodschas stammte. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Region und damit auch Prey Nokor von der Nguyen-Dynastie eingenommen. Mit den neuen Machthabern kam auch ein neuer Name, nämlich Saigon. Am 17. Februar 1859 besetzte die französische Armee Saigon, das am 5. Juni 1862 zur Hauptstadt der französischen

 

Kolonie Cochinchina ernannt wurde. Der französische Einfluss hinterließ seine Spuren, unter anderem in der Architektur, was Saigon den Spitznamen "Perle des fernen Ostens" und diesen einzigartigen Charme einbrachte. Während Ho-Chi-Minh-Stadt vom Indochinakrieg weitgehend verschont blieb, hinterließ der Vietnamkrieg, der im April 1975 endete, seine tiefen Spuren. Am 2. Juli 1976 wurden Süd- und Nordvietnam vereint, Hanoi zur Hauptstadt erklärt und Saigon in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt. Als 1986 die Wirtschaft liberalisiert wurde, entwickelte sich die Stadt rasant zu einem Finanz- und Wirtschaftszentrum.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ho-Chi-Minh-Stadt - eine bunte Mischung aus Tradition und Moderne

Seit Jahrzehnten spiegelt Ho-Chi-Minh-Stadt den Strukturwandel des aufstrebenden Vietnams wider. Luxuriöse Hotels, gewaltige Bürogebäude, Shopping Malls, Freizeitparks und moderne Veranstaltungszentren, die optisch und technisch auf dem neuesten Stand sind, unterstreichen diese Entwicklung. Andererseits gibt es zahlreiche stumme Zeitzeugen aus vergangenen Epochen, die die bewegte Geschichte der Stadt dokumentieren oder die Moderne hervorheben.

 

Historisches Museum - Zeugnisse der turbulenten Geschichte Vietnams

Im Historischen Museum sind alle Zeugnisse zusammengetragen worden, die die interessante und turbulente Geschichte Vietnams dokumentieren und auch in englischer Sprache umfassend erläutert sind. Allein das Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, ist sehenswert. Erbaut wurde es 1926 aus einer Mischung von asiatischem Design und französischer Baukunst, wobei es an den Stil bedeutender Pagoden erinnert. Neben historischen Zeitzeugnissen wird hier auch die wertvollste Keramiksammlung des Landes präsentiert.


Der Wiedervereinigungspalast - ein Zeichen der Einheit von Nord- und Südvietnam

Viele Jahre war der Wiedervereinigungspalast Regierungssitz und Residenz des Präsidenten von Südvietnam. Sein Standort bezeichnet genau die Stelle, an der das Ende des Vietnamkrieges am 30. April 1975 besiegelt wurde, als ein Panzer der nordvietnamesischen Volksarmee die Tore des damaligen Unabhängigkeitspalastes durchbrach. Besucher haben hier die Möglichkeit, ein Stück wahre Geschichte - den Fall Saigons - zu erleben, der sowohl nationalgeschichtlich als auch global von Bedeutung war. Bei den durch den Wiedervereinigungspalast geführten Touren können auch die unterirdischen Bunkeranlagen besichtigt werden.


Das Kriegsopfermuseum 

Das Kriegsopfermuseum zeichnet ein Stück reale Geschichte nach und dokumentiert die zahlreichen Facetten des bisweilen brutalen Vorgehens der meist amerikanischen und französischen Streitkräfte. Was in der westlichen Welt bereits in Vergessenheit geraten ist, wird hier anschaulich und durch Erklärungen dokumentiert. Vielfach sind es Bilder von Fotografen und Berichterstattern, die die damalige Situation wahrheitsgemäß dokumentieren. Zu den Ausstellungsobjekten gehören neben Fotografien und Plakaten auch militärische Ausrüstung wie gepanzerte Fahrzeuge und Artillerie.


Bitexo Financial Tower - das höchste Gebäude Saigons

Der Bitexo Financial Tower ist eines der Monumente in Saigon, die die Gegensätze zwischen Tradition und Moderne optisch sichtbar machen und die maßgeblich das Flair der Stadt bestimmen. 262,5 Meter ragt der Wolkenkratzer in die Höhe, der mit einem Helikopter-Landeplatz ausgestattet und das höchste Gebäude Saigons ist. Mit einem Aufzug schweben die Besucher hinauf in das 49. Stockwerk, wo sich das Skydeck befindet, das einen atemberaubenden Blick über Ho-Chi-Minh-Stadt freigibt. Nirgendwo in der Stadt haben Sie eine bessere Aussicht über die belebte und pulsierende City mit ihren markanten Gebäuden und dem Mekong River.


Insgesamt sind es 68 Stockwerke, in denen Büros, Bars, Cafés, Geschäfte, Restaurants und ein Kino untergebracht sind, die für sich allein schon ein aufregendes Erlebnis sind.

Die Kathedrale Notre Dame

Nach Paris versetzt fühlen Sie sich beim Besuch der Kathedrale Notre Dame, die sich deutlich von den übrigen Gebäuden in der südostasiatischen Kulturlandschaft abhebt. Es ist ein beeindruckender und ruhiger Ort, an dem Sie für einen Moment vor dem hektischen Treiben der Großstadt Zuflucht nehmen können. Die Kathedrale stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde 1883 fertiggestellt. Sie befindet sich mitten in Saigon, nur einige Blocks vom Wiedervereinigungspalast entfernt. Die Kathedrale Notre Dame ist mit französischen roten Ziegeln abgedeckt, die eigens aus Frankreich herangeschafft wurden, was übrigens für alle anderen Materialien gilt, die für den Bau verwendet wurden.


Vor dem Bau des Bitexo Financial Towers genoss die Kathedrale Notre Dame das Privileg, mit ihren beiden 40 Meter hohen Ziegelsteintürmen das höchste Gebäude der Stadt und weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt zu sein.

Weitere Sehenswürdigkeiten Rund um Saigon

Jade-Kaiser-Pagode - herausragende Architektur und kunstvolle Verzierungen

Eines der sehenswertesten religiösen Gebäude in Ho-Chi-Minh-Stadt ist die Jade-Kaiser-Pagode. Sie wurde 1892 bis 1909 von kantonesischen Einwanderern erbaut. Sie zeichnet sich durch ihre charakteristische Bauweise und ihre herausragende Architektur sowie durch kunstvolle Verzierungen aus, mit denen Türen, Wände und Decken versehen sind. Unzählige Malereien, Schnitzereien und Darstellungen von Drachen, Vögeln und anderen Tieren sowie Gottesstatuen schmücken die Pagode. Verwendet wurden sowohl taoistische als auch buddhistische Elemente, die die besondere Atmosphäre dieses heiligen Ortes ausmachen.


Das Hauptpostamt - auf den Spuren Gustave Eiffels

Das Hauptpostamt trägt die Handschrift keines geringeren als Gustave Eiffels. Der französische Ingenieur entwickelte ein neues Verfahren, mit dem Metallpfeiler und Metallpylonen in Höhe gebaut werden und dreihundert Meter übersteigen können - eine Konstruktion, durch die der Bau des Eiffelturms in Paris erst möglich wurde und der deshalb seinen Namen trägt. Und so ist Gustave Eiffel auch der Erdenker des Hauptpostamtes in Ho-Chi-Minh-Stadt, das in der Zeit von 1886 -1891 unter seiner Führung erbaut wurde. Es hat den typisch französischen Kolonialstil, in den Einflüsse der Gotik und der Renaissance einfließen.


Bis heute fasziniert das Hauptpostamt seine Besucher durch sein markantes Äußeres, durch die Dekorationen im Innern und durch die gut erhaltene Ausstattung. Manch einer mag beim Betreten des Gebäudes das Gefühl haben, in das 19. Jahrhundert zurückversetzt zu werden. Grund sind die antiken Möbel, die verzierten und enorm hohen Decken sowie das Kacheldesign, das den Boden ziert, sowie die Telefonkabinen, die in der seit der Kolonialzeit unveränderten Form erhalten geblieben sind. Tatsächlich hat das Hauptpostamt bis heute noch immer die Funktion eines Postamtes und ist kein Museum.

Pham Ngu Lao - eine Straße voller Leben

Mitten im Herzen von Ho-Chi-Minh-Stadt befindet sich ein Ort voller Leben, den es in dieser Art kein zweites Mal in Vietnam gibt. Die Rede ist von Pham Ngu Lao, dem Symbol für geschäftiges und munteres Treiben, das auch ein Teil dieser internationalen Metropole ist. In dieser Straße bleibt die Zeit nie stehen, denn einige Häuser haben hier rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres geöffnet. Die Infrastruktur ist teilweise touristisch orientiert mit günstigen Unterkünften sowie zahlreichen Cafés und Restaurants, Buchläden, Supermärkten, Reisebüros, Bars und Clubs, in denen Nacht für Nacht ausgiebig gefeiert werden kann


Der Wasser- und Freizeitpark Dam Sen

Anders als in Europa ist der Wasser- und Freizeitpark Dam Sen gestaltet, der eine Kombination aus Unterhaltung, Spaß, interessanten Erlebnissen und Erholung ist. Hier können Sie mit der Achterbahn rasant auf und ab fahren. Wer es gemütlicher mag, entscheidet sich für eine Fahrt mit dem Paddelboot oder schlendert durch einen der tropischen Gärten, in denen es 70 verschiedene Vogelarten und andere Tiere zu beobachten gibt. Im Dam Sen gibt es zahlreiche Attraktionen, die nur hier zu finden sind. Dazu zählt der Roman Square, der aus einem Blumenmeer besteht und in dem eine Wassershow stattfindet. Es geht auch futuristischer mit einer Multimedia-Show mit Laser und erstaunlichen visuellen Effekten


Der Soui Tien Theme Park

Neben dem Dam Sen Park ist der Soui Tien Theme Park ein weiterer Freizeitpark, der rund 20 Kilometer vom Stadtzentrum Saigons entfernt liegt. Er ist der größte Freizeitpark im Süden Vietnams und unterscheidet sich sehr von den Freizeitparks westlicher Länder. Der Soui Tien Theme Park steht ganz im Zeichen vietnamesischer Kultur und des Buddhismus, sodass er gleichzeitig eine Art Museum ist. Außerhalb der Wochenenden, meistens zu Wochenbeginn, ist der Besucherandrang weniger groß, sodass Sie keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.


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